Thüringer Allgemeine: Demo Gegen Gewalt in Weimar

WEIMAR: Demo gegen Gewalt in Gaza

Etwa 150 Weimarer und Gäste beteiligten sich am Samstag in der Kulturstadt am bundesweiten Protest gegen die Gewalt in Gaza.

Dem Ruf des Thüringer Vereins Building Bridges / Friedenssteine und von Mitgliedern des städtischen Ausländerbeirates folgten rund 150 Menschen, neben den etwa zehn in der Stadt lebenden Palästinensern zahlreiche Weimarer sowie Gäste aus Erfurt und Jena, die gegen die neuerliche Eskalation der Gewalt in Gaza protestierten.

Auch Vertreter der Lokalpolitik reihten sich in den Demonstrationszug ein, der vom Bahnhof aus in Richtung Theaterplatz führte. Steffen Vogel, für die Linkspartei im Stadtrat, schloss sich ebenso an wie Matthias Purdel (FDP), der selbst dem Friedenssteine-Verein angehört, und Clarsen Ratz (CDU), früher Vorsitzender der Freunde Palästinas in

Plakate und Transparente, die der Zug mitführte, wandten sich vor allem gegen die Gewalt von Seiten Israels. Dennoch wollte Jamal Al Musalmi, der aus Gaza stammt und seit 20 Jahren in Weimar lebt, klargestellt wissen, dass die Protestierenden keineswegs den Terror der Hamas gutheißen. „Unser Volk soll in Freiheit leben dürfen. Darum geht es uns“, betonte Al Musalmi.

Ihre Befürchtungen, mit dieser Art Protest dem Anitsemitismus Tür und Tor zu öffnen, drückten zehn junge Weimarer aus. In Fahnen des Staates Israel gehüllt, wartete die Gruppe israelsolidarischer Antifaschisten an der Kreuzung von Carl-August-Allee und Ossietzkystraße auf den Demonstrationszug. Beide Seiten tauschten lautstark ihre Meinungen aus. In Anwesenheit der Polizei drohte die Situation allerdings zu keiner Zeit zu eskalieren.

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