Presseerklärung der [Israelsolidarischen Jugend Erfurt] zur Friedensmahnwache am 15.Januar 2009

Wie schon vor einer Woche (siehe hier) fand diesen Donnerstag am 15.01. eine „Friedensmahnwache“ in Erfurt statt. Die „Israelsolidarische Jugend Erfurt“ nahm dies als Anlass, um erneut Protest zu äußern. Hier die Pressemitteilung der [Israelsolidarischen Jugend Erfurt] zur Dokumentation. Wir erklären uns solidarisch und schließen uns den Forderungen der Gruppe an, welche eine Positionierung zu den Vorfällen am 08.01. fordert.

Presseerklärung der [israelsolidarischen jugend erfurt]
zur Friedensmahnwache am 15.Januar 2009

Wie auch eine Woche zuvor organisierte der Aktionskreis für Frieden Erfurt und die Thüringer Friedenkoordination eine Mahnwache unter dem Motto: „Stoppt das Blutbad in GAZA“.

Diesem Motto kann man entnehmen , das in den Augen der „Friedens“-aktivisten die  “Schuld“  am momentanen Konflikt im Nahen Osten einzig und allein beim Staat Israel gesucht bzw. manifestiert wird , was nach wie vor eine Verklärung, wenn nicht sogar Umkehrung  der tatsächlichen Verhältnisse darstellt.  

Auch diesmal wollten wir es uns nicht nehmen lassen, unseren Protest dagegen auf die Straße zu tragen. Mit dem Eintreffen auf dem Erfurter Anger wurden wir diesmal sofort von der, heute in deutlich höherem Aufgebot anwesenden Polizei auf einen Platz, welcher räumlich getrennt(durch die Straßenbahnschienen) von der „Friedens“-mahnwache lag verwiesen.
Auf Nachfrage wieso eine solche Maßnahme notwendig sei antworteten die Beamten, dass sie eine Eskalation, wie sie letzte Woche stattfand unterbinden wollen. Wir können dennoch nicht verstehen wieso wir auf einen anderen Platz ausweichen sollten, obwohl beim letzten mal die Provokationen eindeutig von Seite der „Friedens“-mahnwache ausging.
An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass es im Gegensatz zu letzter Woche deutlich friedlicher von Seiten der „Friedens“-aktivisten und Passanten gegenüber unserer Aktion zuging. Auch wenn die Polizei eine räumliche Trennung vollzog so ist es uns trotzdem gelungen mehrere Briefe an die Organisatoren der „Friedens“-mahnwache zu überreichen. In diesem Brief forderten wir sie auf, sich eindeutig zu den Geschehnissen der letzten Woche zu positionieren und  boten ihnen an, mit uns in einen kritischen Dialog zu treten.
Außerdem konnten wir erfreut feststellen, dass wir unseren Protest erweitern konnten, indem sich uns u.a. Vertreter der deutsch-israelischen Gesellschaft anschlossen, während dem Kreis der „Friedens“-aktivisten einige Sympathisanten verloren gingen.

v.i.S.d.P.
Otto Groß
Sprecher der [israelsolidarischen jugend erfurt]

Kontakt: isj.gruppe[at]gmx.net