Für den Frieden in Gaza – Kundgebung in Weimar

Als Fortsetzung der Demonstration vom 10. Januar, gegen den Einsatz der israelischen Armee im Gaza-Streifen, fand am vergangenen Samstag in Weimar eine Kundgebung für den Frieden in Gaza statt. Dabei wurden Kerzen angezündet, Gespräche geführt und Bilder von Frauen und Kindern gezeigt. Nach Angaben der Presse kam es zu keinen Zwischenfällen. TLZ, TA und Radio Lotte berichten:

TLZ, 26. Januar, Lokalteil Weimar:

Ein Zeichen für den Frieden in Gaza

Weimar. (tlz/Gö) Zwei Wochen nach der Demonstration für Frieden im Gaza-Streifen erinnerten der Verein „Building Bridges/Friedenssteine“ und Mitglieder des Ausländerbeirates der Stadt am Samstag auf dem Theaterplatz an die Opfer der israelischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung in Gaza. Die Angaben über die Zahl der Opfer schwankt zwar je nach Quelle, doch sie ist in jedem Fall schockierend. Um die 1300 Palästinenser müssen es gewesen sein, darunter jeweils bis zu 300 unschuldige Kinder und Frauen, die ihr Leben verloren. Ihnen zum Gedenken wurden Kerzen entzündet und so aneinandergereiht, dass sie den Schriftzug „Gaza“ ergaben. „Wir fordern einen völligen Waffenstillstand – nicht nur für eine bestimmte Zeit, sondern für immer“, so Jamal Al Musalmi, der aus Gaza stammt und seit 20 Jahren in Deutschland lebt. Ziel müsse es zudem sein, die Friedensverhandlungen unter Aufsicht der UNO wieder aufzunehmen, die palästinensische Bevölkerung so rasch wie möglich mit allem Lebensnotwendigen zu versorgen und die Grenzübergänge wieder zu öffnen. Die Veranstaltung wurde von Polizeibeamten der PI Weimar und aus Jena, die mit einem ganzen Tross von Fahrzeugen auf dem Goetheplatz Aufstellung genommen hatten, begleitet. Sie registrierten neben den zehn Veranstaltern etwa 20 bis 30 Passanten, die Interesse am Gespräch bekundeten. Anders als die Demonstration 14 Tage zuvor, als zehn israelsolidarische Antifaschisten die Demonstranten lautstark beschimpften, verlief die Kundgebung diesmal völlig störungsfrei. Gleichwohl gab es teils erhitzte Debatten über Antisemitismus, die Rolle der Hamas und die Zukunft im Nahen Osten.

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TA, 26. Januar, Lokalteil Weimar:

Kerzen für Opfer in Gaza. Angeregte Diskussionen auf dem Weimarer Theaterplatz

WEIMAR (se). Auf zahlenmäßig eher wenug Interesse, dafür aber sehr interessierte Besucher stieß am Samstag die Aktion für die Kriegsopfer im Gaza-Streifen. Am Informationsstand kam es immer wieder zu erregten Debatten darüber, was den Konflikt ausgelöst hat und wie er gelöst werden könnte. Mitorganisator Jamal Al Musalmi sieht nur in den Gesprächen eine Chance, zu der sich Israelis und Palästinenser unter Uno-Aufsicht treffen sollten. Außerdem hofft er, dass über den Wechsel an der Spitze der USA „ein Ideologie-Wechsel“ zum Frieden beitragen kann. Diesen wünscht sich der Palästinenser mit deutschem Pass auch für seine Familie in Gaza, deren Haus von Bomben getroffen wurde. „Ihnen geht es aber gut“, weiß Musalmi.


Radio Lotte Nachichten, 26. Januar:

Kerzen für die Opfer der israelischen Militär-Aktionen in Gaza haben am Sonnabend Nachmitttag Weimarer Bürger und hier lebende Ausländer entzündet. Die Teilnehmer auf dem Theaterplatz forderten einen sofortigen und umfassenden Waffenstillstand. Die Versorgung der palästinesischen Zivilbevölkerung mit allem Lebensnotwendigen müsse gesichert werden. Die Kundgebung wurde durch Polizeibeamte der Inspektionen Weimar und Jena begleitet. Insgesamt wurden 10 Kundgebungsteilnehmer und 20 bis 30 interessierte Passanten gezählt. Die Kundgebung verlief nach Polizeiangaben störungsfrei. (srk)