Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Oh, ein diplomatischer Affront

Langsam kann sich die Weimarer Öffentlichkeit nicht mehr über das hinwegtäuschen, was von Anfang an klar gewesen ist. Die TLZ berichtet über die aktuellen Zwischenfälle einer deutsch-iranischen Städtefreundschaft:

Weimarer Städtefreundschaft: Iraner bleiben Buchenwald fern

Nach der Absage eines Besuches der Gedenkstätte Buchenwald durch die iranische Delegation will der Weimarer Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) weiter an der Städtefreundschaft zur iranischen Stadt Schiraz festhalten. Wolf sprach jedoch von einer „großen Belastung“ für die Beziehung der Städte.

Weimar. Eine Konfrontation soll nach Ansicht Wolfs vermieden werden, teilte die Stadtverwaltung Weimar am Donnerstag mit. Eine iranische Delegation, die auf Einladung des Oberbürgermeisters derzeit die Klassikerstadt besucht, hatte am Mittwoch kurzfristig den Besuch der Gedenkstätte Buchenwald abgesagt.

Wolf hatte die Entscheidung bereits am selben Tag bedauert und von einer „großen Belastung“ für weitergehende Beziehungen gesprochen. Als Reaktion sagte der Weimarer Stadtrat ein geplantes Treffen mit der Delegation ab.

Den Angaben zufolge setzt Wolf trotzdem darauf, dass der Kontakt zwischen den beiden Städten möglich bleibt. Bei einem gemeinsamen Abendessen am Donnerstagabend wollte Wolf den iranischen Gästen seine Position nochmals klar darlegen und die Bedeutung Buchenwalds für den kulturellen Austausch mit Schiraz deutlich machen.

Am Mittwoch hatten die Iraner den für den Nachmittag geplanten Besuch der Gedenkstätte abgesagt, nachdem sie sich zunächst Bedenkzeit ausgebeten hatten. In einer ersten Reaktion bedauerte Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf die Entscheidung. Er verstehe sehr gut, dass die Delegation hier unter enormem Druck stehe. Die Pflege kultureller Beziehungen mit der Stadt Weimar sei aber undenkbar ohne Einbeziehung Buchenwalds und ohne ein konkretes Verständnis für die Aufgabe, vor die die Stadt durch das Erinnerung an Buchenwald gestellt sei.

Die Absage ist mehr als ein diplomatischer Affront: Sie wirft die Frage auf, inwieweit moderate Kommunalpolitiker aus der Hafis-Stadt sich im Ausland frei bewegen können. Denn der Druck, von dem Weimars OB sprach, wurde nicht nur von Botschafter Alireza Sheikh Attar aufgebaut, der am Dienstag die Delegation begleitete und als Hardliner gilt. Den Druck übten nach Informationen unserer Zeitung Vertreter des Regimes in Teheran direkt auf den Bürgermeister von Schiraz, Mehran Etemadi, aus, dessen Delegation auch vom Geheimdienst überwacht wurde.

Dabei versuchte die Weimarer Seite um den Initiator des Festivals „West Östlicher Diwan“, Klaus Gallas , bis zum Schluss, eine Brücke zu bauen. So hätte man der Menschen gedenken können, deren Sterbeort Buchenwald war, deren Geburtsort allerdings im Iran liegt. In der Tat führt das Totenbuch der Gedenkstätte zwei Namen auf: Samuel Houshmand, geboren am 21. April 1892, und Arsen Nersesjan, geboren am 23. Dezember 1917. Beide stammen aus Tabriz, einer Stadt im Nordwesten des Irans.

Gallas als Initiator des Festivals hat mit seiner Annäherung an den Iran endgültig Schiffbruch erlitten. So sagten bereits die iranischen Partner eine Konzertreise der Staatskapelle im Juni 2009 ab, dennoch reisten Weimarer in den Iran, um ein abgespecktes Kulturprogramm zu erleben. Das stieß auf heftige Kritik. In einem Gespräch mit unserer Zeitung bezeichnete damals der Direktor der Gedenkstätte Buchenwald, Volkhard Knigge, das Ansinnen als naiv. Wie glaubwürdig bleibe Weimar, das sich zur Bewahrung der Buchenwald-Erinnerung offen bekannt habe, wenn es offen antisemitische Politik und sei es unwillentlich mitbefördert, überhaupt einem undemokratischen Regime zum schönen Schein verhelfe? „Falls je eine iranische Delegation nach Weimar kommen sollte, ist Buchenwald der Lackmustest.“ Das Ergebnis ist seit Mittwoch bekannt.

Thorsten Büker / 24.06.10 / TLZ; ddp

Quelle

Veranstaltung mit Mina Ahadi (Zentralrat der Exmuslime)

Mina Ahadi zur aktuellen Situation im Iran

Nachdem es in Deutschland vor wenigen Wochen eine emsige Berichterstattung über die Unruhen im Iran gegeben hatte, ist es um dieses Thema nun wieder ruhig im deutschen Blätterwald geworden. Vielleicht auch deswegen, weil es bedeutet hätte unangenehme Fragen bezüglich wirtschaftlicher Beziehungen zwischen der BRD und dem Mullah-Regime zu beantworten. Auch wenn Mussawi, als populäres Bild des iranischen Widerstands, von Anfang an keine Alternative gewesen wäre, hat sich im Iran seit den Wahlen eine unterstützenswerte Bewegung gegen Islamismus, Folter, Kopftuchzwang, Vergewaltigung und Todesstrafe entwickelt. Mina Ahadi, Exil-Iranerin und Vorsitzende des Zentralrats der Exmuslime, wird über aktuelle Entwicklungen im Iran berichten. Sie wird Fragen beantworten und Möglichkeiten aufzeigen, was hier zur Unterstützung des Widerstands im Iran getan werden kann.

Mina Ahadi, welche 1956 in Abhar, Iran geboren wurde, ist eine exil-iranische politische Aktivistin. Sie kämpft für Menschenrechte und Religionsfreiheit, für die Rechte von Frauen und gegen die Todesstrafe. Während ihres Studiums der Medizin beteiligte sie sich an der linken Opposition und organisierte Protestaktionen und Demonstrationen, woraufhin sie vom Studium ausgeschlossen wurde. 1980 wurde ihre Wohnung durchsucht und ihr Mann sowie fünf weitere Gäste verhaftet, die wenig später hingerichtet wurden. Weil sie wegen ihrer politischen Aktivität gesucht und zum Tode verurteilt wurde, lebte sie mehrere Monate im Untergrund in Teheran, bevor sie 1981 in die Kurdenregion flüchtete. Dort schloss sie sich als Partisanin einer kommunistischen Untergrundorganisation an. 1990 ging sie ins Exil nach Wien und 1996 schließlich nach Köln. Mina Ahadi betrachtet Religionen als „Instrumente der Unterdrückung“ und ist Gründungsmitglied und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime.

Datum: 22. Oktober 2009
Ort: ACC Weimar
Beginn: 20:00 Uhr

Weitere Infos:

Bildungskollektiv | ACC Weimar | Mina Ahadi

Jüdischer Friedhof in Weimar geschändet

Unbekannte – Grabsteine auf Jüdischem Friedhof in Weimar umgestürzt

Weimar (ddp-lth) Unbekannte Täter haben auf dem Jüdischen Friedhof in Weimar zwei Grabsteine umgestürzt Wie ein Stadtsprecher am Freitag mitteilte, hatten Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs bei Pflegearbeiten den Schaden entdeckt.

Unbekannte Täter haben auf dem Jüdischen Friedhof in Weimar zwei Grabsteine umgestürzt. Wie ein Stadtsprecher am Freitag mitteilte, hatten Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs bei Pflegearbeiten den Schaden entdeckt. Eine der beiden Grabsteine sei beim Umstürzen zerbrochen. Dem Sprecher zufolge wurde der Vorfall bei der Polizei angezeigt.

via ad hoc news

„Das Konstrukt Nation überwinden!“

Wir betrachten Antisemitismus und Antizionismus in der bürgerlichen Gesellschaft als logische Konsequenz aus dem Konstrukt der Nation und als einen Teil nationalistischer Ideologie, unsere Kritik am Antisemitismus bedeutet also auch immer eine an der Nation. Daher möchten wir die Gruppe Surpasser unterstützen, welche im Juni eine Veranstaltung zur Kritik am Konstrukt der Nation plant und herzlich dazu einladen, sie zu besuchen:

2009 ist in Deutschland das Superjahr. Vor 20 Jahren fiel die Mauer und stellte so die nationale Einheit wieder her. Vor 60 Jahren wurde das Grundgesetz verabschiedet und war nun Wegweisend für eine „neue“ deutsche Nation. Vor 15 Jahren zogen die letzten Soldaten der Roten Armee aus Deutschland ab. Vor zehn Jahren nahmen Parlament und Regierung ihre Arbeit in der alt-neuen Hauptstadt Berlin auf. Grund genug für die Deutschen, sich selber einmal wieder gründlich zu feiern. Nationale Feiertage und historische Ereignisse sind von hoher Wichtigkeit für den nationalen Gründungsmythos, der den Kitt darstellen soll einer Gesellschaft der „vereinzelten Einzelnen“ (Theodor W. Adorno). Dass Nationalismus und Rassismus nicht nur Probleme der Radikalen Rechte sind, zeigt die Asylpolitik der Bundesrepublik, die Zahlen der Todesopfer an der EU-Außengrenze, welche sich monatlich zwischen 100 und 300 bewegen (im März 2009 waren es laut „Borderline Europe“ mindestens 316), der immer wiederkehrende mediale Aufschrei, wenn wieder einmal so genannte „Jugendliche mit Migrationshintergrund“ straftätig werden, oder der alljährliche Nationale Taumel zu Fußball Großereignissen.
Ein Superjahr dürfte 2009 allerdings auch für die NPD werden, welche durch den Fall der 5-Prozent Klausel in Thüringen in so manchen Stadtrat einziehen wird. Dies ist nur symptomatisch für ein Deutschland, in dem der Stolz auf die eigene Nation wieder zum guten Ton gehört und wird sich schwer verhindern lassen, so lang Zwangskollektive das Miteinander der Menschen bestimmt.
Deshalb betrachten wir es als notwendig, eine kontinuierliche Kritik an dem Konstrukt der Nation zu üben. Am Mittwoch den 10. Juni findet die Veranstaltung „Das Konstrukt Nation überwinden“ statt, welche sich speziell mit den Gründungsmythen der deutschen Nation auseinandersetzt, zu der wir alle Interessenten herzlich einladen.

„Wichtig ist der Dialog“ [TLZ-Artikel + Kommentar]

Weimar. (tlz) „Ich garantiere, dass alle begeistert sein werden und zu Botschaftern des Kulturaustausches werden. Das ist genau das, was ich erreichen möchte.“ Kaum Vorbehalte, dafür viel Aufgeschlossenheit begegnete Dr. Klaus Gallas bei seiner ersten Informationsveranstaltung am Montagabend zur Iranreise vom 10. bis 20. Juni. An seiner Seite bei Präsentation des Reiseprogramms war die junge iranische Musikwissenschaftlerin Sara Tavakalimeh, die vor einem halben Jahr ein Studium an der Franz Liszt-Hochschule aufgenommen hat und von ihrem Heimatland erzählte. „Was in den Medien vom Iran berichtet wird, ist nicht so schön“, hofft sie, dass viele die Chance nutzen, sich persönlich einen Eindruck verschaffen. „Wichtig ist der Dialog“, setzt Gallas auf Kommunikation und Abbau von Vorurteilen durch Kennenlernen. „Nur wenn wir miteinander reden, können wir uns verständlich machen.“ Knapp 80 Interessierte waren ins Saalcafé im mon ami gekommen, um mehr über die Reise, die Formalitäten, das Land zu erfahren. Ihre Fragen betrafen Kleidung, Klima, medizinische Versorgung, die Anmeldung. „In den letzten 30 Jahren hat sich im Iran unglaublich viel verändert“, unterstrich Gallas, der das Land 1972 erstmals bereiste. Er ist beseelt von der Idee, etwas zur Annäherung von Orient und Okzident beizutragen. „Mit vielen kleinen Schritten kann man so viel erreichen“, betonte der Initiator des Festivals West Östlicher Diwan das völkerverbindende Element. Schon jetzt steht das nächste Partnerland seines Festivals fest: 2010 werde Marokko Ziel des Kulturaustausches sein, erste Gespräche haben bereits stattgefunden. Sogar für 2011 gebe es bereits mehrere Kandidaten. Vor dem mon ami verteilten Vertreter des „Arbeitskreises zur Kritik des Antisemitismus Weimar“ Flugblätter, auf denen sie die „antisemitischen Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel und die Verfolgung Andersdenkender“ im Iran anprangerten und Front gegen „den Austausch mit einem Diktator unter dem Deckmantel der Kultur“ machten. Auf die Frage einer Bürgerin „Wissen Sie eigentlich, dass im Iran ganz viele Juden friedlich leben?“, blieben sie die Antwort schuldig. Wer die Menschenrechtsverletzungen in den Vordergrund stelle, wähle die falsche Perspektive, meinte Gallas. Dass der einseitige Blick geweitet wird, dafür bürgen das Festival, die 200 mitreisenden Weimarer und die Staatskapelle Weimar.

09.03.2009 Von Christiane Weber [Quelle]

Wie gewöhnlich ist sich die Weimarer Presse zu schade die ewigen Kritikaster ernst zu nehmen, die andauernd und immer wieder etwas an diesem angeblichen Antisemitismus herumzumäkeln haben. Schließlich kratzen diese Unverbesserlichen immer wieder an der Selbstgefälligkeit der Weimarer KulturbürgerInnen, die sich diesmal munter und fröhlich in den Iran aufmachen, um unglaublich aufgeschlossen ihren heimlichsten Sehnsüchten zu fröhnen. Anstatt auf den Verweis auf Vernichtungsdrohungen gegen Israel, staatlich organisierte Kongresse „für eine Welt ohne Zionismus“, Holocaustleugnung von Staatsmännern und die Verfolgung von FrauenrechtlerInnen, Homosexuellen und Oppositionellen zu reagieren, spielt man das alles noch herunter mit dem Verweis, dass Juden doch im Iran friedlich leben könnten. Ein Grund, einmal einen Blick auf die tatsächliche Situation von Jüdinnen und Juden im Iran zu werfen. (mehr…)

Weimar im Iran #2

Gestern Abend fand im MonAmi in Weimar eine Informationsveranstaltung zum geplanten Austausch der Stadt Weimar mit mehreren Städten im Iran statt (solidoku weimar berichtete). Der Initiator des Austausch-Projekts, Dr. Klaus Gallas, präsentierte gemeinsam mit der iranischen Musikwissenschaftlerin Sara Tavakalimeh das Programm der ersten Austauschreise, die vom 10. bis 20. Juni stattfinden soll. Er proklamierte die Wichtigkeit eines Dialogs mit dem Iran und dem „Orient“ und versicherte, „dass alle begeistert sein werden und zu Botschaftern des Kulturaustausches werden“. Laut TLZ waren ca. 80 BesucherInnen anwesend. Wir dokumentieren an dieser Stelle das Flugblatt des Arbeitskreises zur Kritik des Antisemitismus Weimar [aka weimar], das gestern Abend vor dem MonAmi und während der Veranstaltung verteilt wurde:

„Horizonterweiterung“ bei den Mullahs

Während sich das Horrorszenario der atomaren Bedrohung gegen Israel im Iran immer weiter in Richtung Realität entwickelt1, lässt man es sich in Weimar nicht nehmen, seinen kulturellen Horizont in einer Diktatur zu erweitern.

Dr. Klaus Gallas, Initiator des Festivals „West Östlicher Diwan Weimar 2009“ sprach in einem Interview davon, dass er „einen Traum, eine Vision“ habe, nämlich „gegenseitige Berührungsängste, Vorurteile und Missverständnisse, die auf beiden Seiten bestehen, aufzudecken, um damit Chancen für die Annäherung und das Verstehen der Menschen unterschiedlicher Kulturkreise und Religionen zu eröffnen“2.
Das Festival, welches im Sommer 2009 in Weimar und dem Iran stattfinden soll, wurde laut Gallas ins Leben gerufen, um einen kulturellen Austausch zwischen Weimar_innen und Iraner_innen zu ermöglichen. So soll begleitend zu einer Tour der Staatskapelle durch die Städte Persepolis, Schirâs und Teheran eine Bürger_innenreise angeboten werden, um Interessierte aus Weimar und der Bundesrepublik teilhaben zu lassen.
Mit der Namensgebung des Festivals knüpft man nicht zufällig bei Johann Wolfgang von Goethe an, der einen seiner letzten großen Gedichtbände unter eben jenem Titel veröffentlichte. Goethe bemühte sich in diesem Band ebenfalls um einen Kulturaustausch zwischen „Abend – und Morgenland“. Man sieht sich hier in einer kulturellen Tradition der „Klassikerstadt Weimar“.
Dass sich die politische Situation in den letzten 200 Jahren allerdings grundlegend geändert hat und man den Iran nicht losgelöst von der dort herrschenden Machtstruktur betrachten kann, blendet Dr. Gallas völlig aus. (mehr…)

Weimar im Iran

Laut der Thüringer Allgemeine und Radio Lotte befindet sich gerade eine Weimarer Deligation um Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) zu Besuch in der Islamischen Republik Iran. Am 08. Februar wurde die Deligation „durch den Protokollchef der Stadt Teheran ehrenvoll mit einem kleinen Empfang begrüßt.“1 Hintergrund ist ein kultureller Austausch mit dem Iran, der in Form einer Konzertreise der Weimarer Staatskapelle nach Persepolis, Shirâs und Teheran stattfinden soll. Im Gegenzug soll es im August einen Auftritt iranischer Musiker in Weimar geben. Außerdem ist eine Städte-Freundschaft zwischen Shirâs und Weimar geplant. Der Austausch wird von Außenminister Frank-Walter Steinmeier unterstützt.

Im Iran werden Oppositionelle, Gewerkschafter_innen und Frauenrechtler_innen verfolgt, Staatschef Mahmud Ahmadinedschad ist für seine antisemitischen und antizionistischen Äußerungen bekannt und es findet eine Zensur nicht-islamischer Medien statt. Im Jahr 2005 fand in Teheran eine Konferenz mit staatlicher Beteiligung unter dem Titel „A World without Zionism“ statt, zu dem unter anderem Vertreter der radikal-islamischen Organisation Hizbollah und bekannte Holocaust-Leugner eingeladen waren. Prostitution und homosexuelle Handlungen werden im Iran mit dem Tod bestraft. Auch kulturelle Aktivitäten und Ereignisse, sowie „Kulturexport“ in andere Länder unterliegen im Iran der Kontrolle islamischer Sittenwächter.

Angesichts dieser Tatsachen, die den Beteiligten dieses „kulturellen Austausches“ (u.a. OB Stefan Wolf, Diwan-Festivalleiter Dr. Klaus Gallas, Stadtrat und Kulturmanager Martin Kranz sowie Orchesterdirektor Martin Witkowski und Orchesterinspektor Nils Kretzschmar) bekannt sein dürften, müssen sie sich die Frage stellen lassen, welche „wichtige Botschaft“2 dieser Austausch haben soll. (mehr…)

Gedenken zum 64. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Das Weimarer „Bündnis gegen Rechts“ (BgR) lädt zu einer Gedenkstunde zur Befreiung von Auschwitz:

Aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus und des 64. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am morgigen Dienstag, dem 27.01.2009 führt die Stadtverwaltung Weimar auf dem VdN Ehrenhain des Hauptfriedhofes Weimar eine Kranzniederlegung durch. Der Oberbürgermeister Herr Stefan Wolf wird Worte des Gedenkens an die Toten und des Erinnerns an die Lebenden sprechen. Die Gedenkstunde beginnt um 10.00 Uhr. Dazu sind interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Für den Frieden in Gaza – Kundgebung in Weimar

Als Fortsetzung der Demonstration vom 10. Januar, gegen den Einsatz der israelischen Armee im Gaza-Streifen, fand am vergangenen Samstag in Weimar eine Kundgebung für den Frieden in Gaza statt. Dabei wurden Kerzen angezündet, Gespräche geführt und Bilder von Frauen und Kindern gezeigt. Nach Angaben der Presse kam es zu keinen Zwischenfällen. TLZ, TA und Radio Lotte berichten: (mehr…)

Presseerklärung der [Israelsolidarischen Jugend Erfurt] zur Friedensmahnwache am 15.Januar 2009

Wie schon vor einer Woche (siehe hier) fand diesen Donnerstag am 15.01. eine „Friedensmahnwache“ in Erfurt statt. Die „Israelsolidarische Jugend Erfurt“ nahm dies als Anlass, um erneut Protest zu äußern. Hier die Pressemitteilung der [Israelsolidarischen Jugend Erfurt] zur Dokumentation. Wir erklären uns solidarisch und schließen uns den Forderungen der Gruppe an, welche eine Positionierung zu den Vorfällen am 08.01. fordert. (mehr…)

Holocaustleugner Horst Mahler in Jena

Während am vergangenen Samstag in vielen anderen Städten Menschen gegen Israel auf die Straßen zogen, verschanzten sich die Jenaer Neonazis im Braunen Haus, um dort einem Vortrag des Antisemiten und Holocaustleugners Horst Mahler, unter dem Titel “Die Kernschmelze der judaisierten Welt ist der Welt Auferstehung zum Nationalsozialismus!”, zu lauschen. Verschanzen mussten sie sich wirklich, da sich ca. 300 Menschen vor dem Braunen Haus versammelten um gegen Antisemitismus, Horst Mahler und das Braune Haus zu demonstrieren. Die Polizei reagierte unverhältnismäßig. Es beteiligten sich auch israelsolidarische Antifaschist_innen an dem Protest. Bei Black-Red-Press gibt es einen Bericht und eine Foto-Dokumentation (mehr…)

Hugo Chavez-Bilder auf Gaza-Demo in Weimar

Wie auf einigen anderen palästina-solidarischen Demos in Deutschland, wurde auch in Weimar ein Bild des venezuelanischen Präsidenten Hugo Chavez mitgeführt. Einige werden sich darüber gewundert haben. Doch der Zusammenhang ist offensichtlich: Hugo Chavez ist ein Freund der Palästinenser und obendrein prominenter Unterstützer des iranischen Mullah-Regimes und ein Freund von Ahmadinedschad. Stephan Grigat schreibt dazu in der Jüdischen Zeitung: (mehr…)

Weitere Angriffe gegen Israelsolidarische

Wie wir bereits dokumentierten, gab es auch in Erfurt Proteste gegen eine antizionistische Mahnwache. Mut gegen rechte Gewalt hat einen Artikel über die Vorfälle veröffentlicht, welcher hier zu lesen ist.
In München wären Israelsolidarische beinahe brutal angegriffen worden. Hierzu berichtet Hagalil: (mehr…)

Beitrag auf Salve TV

In den Tagesnachichten von Salve-TV wurde heute auch kurz über die Gaza-Demo in Weimar und die Gegenproteste berichtet. Die Tagesnachichten können hier gesichtet werden oder indem Sie auf „mehr“ klicken. Salve TV kündigt an, morgen einen ausführlichen Bericht zu den Vorfällen zu senden. (mehr…)

Anti-israelische Übergriffe und Mahnwache in Efurt

Bereits letzte Woche fand in Erfurt eine Kundgebung gegen die Operation „Bleigießen“ statt. Nun lädt der „Aktionskreis Frieden“ und die „Thüringer Friedenskoordination“ mit folgenden Worten erneut zu einer „Mahnwache“:

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
leider ist trotz UN-Resolution kein Ende des Blutvergießens im Gazastreifen in Sicht. Der Aktionskreis für Frieden und die Thüringer Friedenskoordination laden deshalb wieder ein zu einer Mahnwache am Donnerstag, dem 15.01.09 um 17:30(!!!) Uhr auf dem Erfurter Anger

Vorher findet um 17 Uhr das Friedensgebet in der Lorenz-Kirche statt.

Viele Grüße

Dass sich auch hier hinter dem Ruf nach Frieden eine krude Palästina-Solidarität verbirgt, hat sich bereits in der vergangenen Woche gezeigt. Folgender Bericht der „Israelsolidarischen Jugend Erfurt“ wurde uns mit Bitte um Veröffentlichung zugeschickt: (mehr…)